Ansteigende Unternehmens-schließungen

Im Jahr 2023 wurden 176.000 Unternehmen in Deutschland geschlossen, was einen Anstieg von 2,3 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Zusätzlich zum Einzelhandel, konsumnahmen Dienstleistungen und der Gastronomie ließ sich dieser Negativtrend besonders in den Branchen der Industrie und der Bauwirtschaft verzeichnen.

Nur rund 11% hiervor sind in Folge einer Insolvenzanmeldung geschlossen worden, wodurch sich der Trend zu einem „leisen“ Industriesterben hin entwickelt.

Sehr stark betroffen sind insbesondere forschungsintensive Wirtschaftszweige, wie z. B. die Chemie- und Pharmaindustrie, der Maschinenbau oder technologieintensive Dienstleistungen. Erschwerend hinzu kommt hier, dass in diesem Bereich die Anzahl der Gründungen stagniert und somit der Effekt noch verstärkt wird.

Auch wenn hauptsächlich die Schwierigkeiten großer Konzerne in den Medien besprochen werden, so ist für Deutschland das Sterben der kleinen Betriebe mindestens genauso kritisch zu sehen. Gründe hierfür sind unter anderem die hohen Energie- und Rohstoffkosten, der Personalmangel und die politische Unsicherheit.

Quelle: https://www.creditreform.de/footer/creditreform/presse/shownews/show/leises-industriesterben-unternehmensschliessungen-nehmen-zu