Euler Hermes prognostiziert Anstieg der Insolvenzen in Deutschland um mindestens 10%

Die Corona-Pandemie hinterlässt bei der Weltwirtschaft tiefe Spuren. Das dürfte nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes zu einer tiefen Rezession bei Welthandel und Weltwirtschaft führen – und in der Folge zu einer weltweiten Pleitewelle.
Für Deutschland prognostizieren die Euler-Hermes Volkswirte für das Jahr 2020 einen Anstieg der Insolvenzen um 10% im Vergleich zum Vorjahr.

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Zwar seien die Liquiditäts- und Stabilisierungsmaßnahmen ein enorm wichtiger erster Schritt, um die Wirtschaft schnell zu stabilisieren. Die Kehrseite dieser Medaille sei allerdings, dass die Schuldenlast für viele Unternehmen deutlich größer sein werde als vorher. Damit die Unternehmen von diesen Schuldenbergen nicht erdrückt würden, müssten in einem zweiten Schritt deshalb Lösungen gefunden werden, wie und in welchem Zeitraum die Unternehmen diese Schulden anschließend wieder abbauen oder sie restrukturieren könnten. Aktuell sei das Problem zwar zunächst aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

Details siehe unter www.eulerhermes.de


Krisenbewältigung aus psychosozialer Sicht

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Jede Krise läuft auf ihre eigene Art ab, keine Krise ist wie die andere. Und doch hat die psychosoziale Forschung Phasen identifiziert, die in nahezu jeder Krise vorkommen. Das WDR Wissenschaftsmagazin Quarks stellt in seinem Beitrag „So bewältigen wir eine Krise“ die vier Krisenphasen nach Kast und Cullberg vor: Schock, Reaktion, Bearbeitung und Neuorientierung. Sich bewusst zu machen, in welcher Phase einer Krise man sich befindet, kann helfen, nach vorne zu schauen und die Krise zu bewältigen.
Details siehe unter:  www.quarks.de


Corona: Infografik zu Unterstützungsleistungen 

Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung haben umfassende Maßnahmen beschlossen, um Unternehmen angesichts der Corona-Krise zu unterstützen. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) hat die Maßnahmen (Stand 7.4.2020)  in einer Infografik zusammengefasst – diese steht Ihnen hier als PDF-Datei  zur Verfügung.

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Quelle: http://www.gv-bayern.de


Corona – Übersicht über öffentliche Unterstützungsmaßnahmen

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Das Corona-Virus stellt Unternehmer/innen und Unternehmen vor große Herausforderungen. Bund und Länder haben inzwischen viele Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg gebracht und arbeiten nun an der schnellen Umsetzung. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen sowie jeweils einen Link zur Webseite der zuständigen Stellen mit den jeweils aktuellsten Informationen.

Kurzarbeitergeld

Wird in Folge des Coronavirus eine vorübergehende Reduzierung der üblichen Arbeitszeiten > 10% notwendig, können betroffene Betriebe bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.
Link zur Agentur für Arbeit

Finanzierung (Kredite, Bürgschaften)

Sofern Unternehmen durch die aktuelle Krise unverschuldet in Finanznöte geraten, unterstützt die Bundesregierung mit diversen Finanzierungsprogrammen. Diese Finanzierungsangebote werden direkt über Banken beantragt.

KfW-Corona-Hilfe:  Risikoübernahme von bis zu 90% für Betriebsmittelkredit (kleine und mittlere Unternehmen) Link zur KfW

LfA-Förderangebote: Universalkredite, Bürgschaften und Akutkredite für kleine und mittlere Unternehmen Link zur LfA

Zuschüsse

Soforthilfe Corona für Betriebe in Bayern (Unterfranken):  richtet sich an Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, die aktuell von Liquiditätsproblemen betroffen sind. Die Höhe der Soforthilfe ist dabei gestaffelt nach Anzahl der Mitarbeiter von 5.000 bis 15.000 €. Link zur Regierung Unterfranken

Soforthilfe-Programm des Bundes: Eckpunkte: bis 9.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) bzw. bis 15.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) Link zur Bayerischen Staatsregierung (Informationen unter „Corona-Soforthilfe der Bundesregierung“)

Steuerstundung

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, können Steuerzahlungen gestundet sowie Vorauszahlungen für Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer auf Null gesetzt werden. Link zum Finanzamt Würzburg

Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus. Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle.(Achtung: jede Krankenkasse einzeln!) Link zum GKV Spitzenverband

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Kein Aufschwung in Sicht: Ökonomen des Handelsblatt-Research-Instituts sind pessimistisch für die Jahre 2020/21

Wachstum: Schwache Entwicklung

Für 2021 rechnet das Handelsblatt Research Institute (HRI) mit 1,0 Prozent Wachstum und ist damit deutlich pessimistischer als viele andere Prognostiker.

Dies betrifft insbesondere die Industrie. So erwartet der Maschinenbau für 2020 ein erneutes Produktionsminus von rund zwei Prozent. Die chemische Industrie rechnet für 2020 zwar mit einer leichten Erholung, allerdings brach die Produktion in 2019 um 7,5 Prozent ein. In der Elektroindustrie rechnen nur 17 Prozent der Unternehmensführungen mit wieder anziehenden Geschäften, während 25 Prozent einen weiteren Rückgang erwarten. In der Automobilindustrie sind die Erfolgsaussichten des politisch gewollten Umstiegs auf Elektromobilität und die damit verbundenen hohen Investitionen sehr ungewiss.

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Beschäftigung: Verschärfung des Fachkräftemangels

Laut HRI spricht ebenso vieles dafür, dass der 2006 begonnene Beschäftigungsaufbau in 2019 seinen Höhepunkt erreicht hat und die Erwerbstätigkeit – wenn auch nur leicht – im Prognosezeitraum bis 2021 sinken wird. Da die ersten Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand gehen, wird sich der Fachkräftemangel jedoch eher noch verschärfen.

Insgesamt wird die schwache Konjunktur, das Auslaufen des Beschäftigungsbooms sowie allenfalls noch moderate Lohnerhöhungen auch zu einer Abschwächung des privaten Konsums führen.

Siehe auch: www.handelsblatt.com


Insolvenzstatistik: Rückgang der Insolvenzen geht zu Ende

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Nach der aktuellsten Creditreform-Insolvenzstatistik schlägt sich die konjunkturelle Abschwächung in Deutschland zunehmend in den Insolvenzzahlen nieder. Mit 19.400 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2019 ist der zehn Jahre andauernde Rückgang der Unternehmensinsolvenzen zu Ende gegangen (2018: 19.410 Fälle). Den größten Anteil am Insolvenzgeschehen haben weiterhin Unternehmen mit höchstens fünf Beschäftigten (81,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr (83,2 Prozent) hat sich der Anteil dieser Kleinunternehmen an den Insolvenzen aber verringert.

Quelle: Creditreform

Die ausführliche Creditreform-Analyse zu den „Insolvenzen in Deutschland Jahr 2019“ finden Sie unter Wirtschaftsbarometer-Mainfranken.de


Fachvortrag „IDW S6 neu und die Konsequenzen in der Beratung“

Am 08.11.2019 fand in Neuss das gemeinsame Treffen der Fachgruppen „Sanierung“ und „Finanzierung/Rating“ des KMU-Beraterverbandes statt. In diesem Rahmen hielt Herr Jörg Conradi einen Vortrag zur aktuellen Fassung des IDW S6 (Sanierungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V.).

Herr Conradi stellt in seinem Vortrag die wesentlichen Eckpunkte der Neuerungen vor und bewertet diese insbesondere mit Hinblick auf die Konsequenzen für die Sanierungsberatung.

Gern können Sie den Vortrag per E-Mail an office@conradi-consult.de  anfordern.

Zum Internetauftritt des KMU-Beraterverbands (Bundesverband freier Berater e.V.):  www.kmu-berater.de

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